Bei seiner ersten Ballettpremiere im neu eröffneten Stuttgarter Schauspielhaus präsentiert das Stuttgarter Ballett Werke von drei international renommierten Choreographen, die sich allesamt durch einen unverwechselbaren und hochkreativen Umgang mit dem Körper im zeitgenössischen Tanz auszeichnen – drei Körpersprachen eben.
Zu sehen sind neue Arbeiten des Rumänen Edward Clug, des Stuttgarter Hauschoreographen Marco Goecke und des italienischen Choreographen Mauro Bigonzetti. Alle drei sind dem zeitgenössischen Tanz zutiefst verpflichtet.
Mauro Bigonzetti ist der Bildhauer unter den Choreographen: Seine Choreographien erforschen den menschlichen Körper auf eine Weise, die – trotz Momenten der Groteske oder Brutalität – nie die umwerfende Schönheit seines Objektes aus den Augen verliert.
Der slowenische Choreograph Edward Clug (geboren in Rumänien) leitet seit 2003 das Ballettensemble des Slowenischen Nationaltheaters Maribor nach einer erfolgreichen Karriere als Tänzer an eben diesem Theater. Seine erste Uraufführung für das Stuttgarter Ballett: Pocket Concerto 2009 erwies sich als kleinesJuwel, ein Versteckspiel für fünf Tänzer. Auf eine neue Arbeit desexperimentierfreudigen Rumänen darf man also höchst gespannt sein!
Marco Goecke, seit 2005 Hauschoreographdes Stuttgarter Balletts, ist einer der originellsten deutschen Choreographender Gegenwart. Mit einprägsamen Bildern – mal angsteinflößend undskurril, mal zärtlich oder humorvoll – schafft Goecke ein einzigartiges,unvergessliches optisches Universum, und garantiert somit auch bei dieser neuenUraufführung für völlig neue Eindrücke.
Im 15. Jahr der Intendanz Reid Andersons, in dessen Auftrag bereits über 80 Uraufführungen für das Stuttgarter Ballett entstanden, setzt sich die Compagnie hier einmal mehr für die zeitgenössische Weiterentwicklung der Kunstform Tanz ein.